FDP fordert professionelle Unterstützung für die Sanierung des Dieburger Freibads

FDP fordert professionelle Unterstützung für die Sanierung des Dieburger Freibads

Nach der Präsentation und Diskussion über Wünsche und Vorstellungen der Dieburger Bürger und der Parteien im Schwimmbadausschuss hat die FDP-Fraktion im Ausschuss beantragt, die „Deutsche Gesellschaft für Badewessen e.V.“ schon frühzeitig in die weiteren Schritte mit ein zu beziehen. In dieser Gesellschaft sind Betreiber öffentlicher Bäder, Architekten, Ingenieure, Schwimmbadbauer, Hersteller von Badausrüstungen und Verbände zusammengeschlossen. Eine Interessenvertretung für alle am Schwimmbadwesen beteiligten Akteure. Durch die Nutzung der dort vorhandenen Fachkompetenzen und Erfahrungen können von Anfang an die richtigen Entscheidungen zur Sanierung des Dieburger Freibades getroffen werden. Anspruch muss es sein, die Sanierung zielgerichtet, wirtschaftlich und nutzerfreundlich umzusetzen.

Weiterhin beantragte die FDP, zur gegebenen Zeit, die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs. Dadurch besteht die Chance, Ideen zur Gesamtgestaltung des Dieburger Freibads zu erhalten.

Die Auswertung der Bürgerbeteiligung zeigt, dass die allermeisten Nutzer des Bads keine großen Änderungen wünschen. Handlungsbedarf, aus Sicht der Befragten, gibt es u. a. beim Kinderplanschbecken, dem Spielplatz und den Sanitären Einrichtungen.

Aus Sicht der FDP ist aber die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Wasseraufbereitungstechnik dringend erforderlich. Ebenso wichtig ist die Auswechselung der störanfälligen Solaranlage zur Wassererwärmung. Die Beheizung des Bades mit der Solaranlage funktioniert schon seit einiger Zeit nicht mehr richtig und muss mit konventionellen Energien erfolgen. Ziel muss eine energetische Optimierung des gesamten Freibadbereichs sein. Dringend notwendig ist zudem die Sanierung des Eingang-/Kassenbereichs und des Kiosks mit Außenbereich. Die Neugestaltung des Kinderplanschbeckens ist ein weiter wichtiger Punkt der auf die Agenda gehört.

Auch wenn das Problem mit dem Wasserverlust im Becken vorerst gelöst ist, hält die FDP es für erforderlich auch das Nichtschwimmer-/Schwimmer-/ und Sprungbecken genauer zu betrachten. Die Durchströmung (für die Wasserqualität wichtig) ist nicht an allen Stellen im Becken zufriedenstellend. Der Einbau einer Edelstahlwanne wäre daher eine optimale und dauerhafte Lösung.

Ein barrierefreier Zugang zum Schwimmerbereich ist dringend erforderlich. Die Gestaltung des Schwimmerbereichs muss sich mehr nach den Bedürfnissen der Nutzer richten. Wer sportlich seine 50m-Bahnen ziehen möchte, darf nicht in Konflikt mit den anderen Schwimmern kommen.

Die einzelnen Bereiche des Freibads müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass die Betriebskosten insgesamt gesenkt werden können.

Weiterhin muss darüber nachgedacht werden, ob Sprungturmhöhen von 7,5/10m heute noch zeitgemäß sind. Hier bieten sich weitere Möglichkeiten der Optimierung der Kosten für den Badebetrieb.

Die Umsetzung der Maßnahmen ist nicht in einem Jahr möglich, wir schlagen eine schrittweise Sanierung vor, ohne dass der Badebetrieb in der Saison unterbrochen werden muss. Dazu bedarf es aber eine sehr gut abgestimmte Vorgehensweise. Deshalb unser Vorschlag, die „Deutschen Gesellschaft für Badewessen e.V.“ schon frühzeitig in die weiteren Schritte mit einzubeziehen.

Auch für das Trainingsbad des Wassersportvereins muss bis 2019 eine Nachfolge-Lösung gefunden werden. Die FDP favorisiert nach wie vor einen Bau auf dem neu zu gestaltenden Sportzentrum. Das Trainingsbad auf dem Freibadgelände ist leider schon in der Vergangenheit an den örtlichen Gegebenheiten gescheitert, sollte es dennoch sinnvolle und technisch machbare Lösungen auf dem Freibadgelände geben, werden wir uns denen nicht verschließen, wenn das Ziel, ein neues Trainingsbad bis Ende 2019 in Betrieb zu nehmen, erreicht werden kann.

Wir kommen um eine umfassende und nachhaltige Sanierung nicht herum. Dass dazu mehrere Millionen Euro investiert werden müssen, bleibt nicht aus. Nur so kann das im weiten Umkreis beliebte Dieburger Freibad zukunftsfähig gemacht werden. Im Haushalt der Stadt müssen dafür in den nächsten Jahren entsprechende Investitionsmittel vorgesehen werden.

Wilhelm Reuscher
Vorsitzender FDP-Fraktion

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